Der Neue im Amt

Der neue Kreisstadt-Bürgermeister Erhard Walther im Gespräch mit Ulf Krone.

Bei der Stichwahl Anfang Februar haben die Bürger der Kreisstadt einen neuen Bürgermeister gewählt. Erhard Walther (CDU) wird mit seiner Vereidigung am 5. März die Nachfolge Stefan Sauers antreten. Wir haben das neue Oberhaupt der Kreisstadt für unsere Leser direkt nach der entscheidenden Wahl zu seinen Plänen, aber auch zur beunruhigend niedrigen Wahlbeteiligung befragt.

Nach 41,6% im ersten Wahlgang sind zur Stichwahl mit 34,9% der Wahlbeteiligten noch einmal deutlich weniger Menschen an die Wahlurne gegangen. Wie bewerten Sie diese geringe Wahlbeteiligung?

Erhard Walther: Jeder Kandidat wünscht sich eine möglichst hohe Wahlbeteiligung. Dies sollte gerade im Bereich der Kommunalpolitik der Fall sein. Dort sind entweder die zu wählenden Stadtverordneten oder die/der zur Wahl stehende jeweilige Direktkandidat/-in für das Amt des Bürgermeisters persönlich in Groß-Gerau anzutreffen und ansprechbar. Zudem geht es um die Politik in der Stadt, als der unmittelbare Lebensbereich für die Bewohner. Die Bewerber wurden sichtbar über Plakate, Anzeigen, Programme, Infostände, Soziale Netzwerke und Podiumsdiskussionen und direkte Ansprache an der Haustür. Dies über einen langen Zeitraum. Demokratie gebietet es aber auch, die Entscheidungen derjenigen Wahlberechtigten, die nicht zur Wahl gehen wollen, zu respektieren. Dass dabei die Stichwahl eine geringere Wahlbeteiligung mit sich bringt, hängt sicher auch daran, dass nicht jeder Wähler eines ausgeschiedenen Bewerbers sich für einen der in der Stichwahl verbliebenen Kandidaten entscheidet.

Nun heißt es, sich zügig in das neue Amt einzuarbeiten. Wie sehen Ihre Pläne für die ersten Wochen als Bürgermeister in Groß-Gerau aus?

Erhard Walther: In den ersten Wochen wird es darauf ankommen, sich den städtischen Mitarbeitern vorzustellen und zugleich schnell strukturiert die Arbeit aufzunehmen. Dazu gehört es sicherlich auch, sich mit den Amtsleitern abzustimmen und als wichtigstes, sich in bereits laufende Vorgänge und deren jeweiligen Sachstand einzuarbeiten. Den Tagesablauf werden schon bestehende, auch turnusmäßig anstehende sowie zeitgebundene Aufgaben bestimmen, die bereits heute schon in den Terminkalender des neuen Bürgermeisters Eingang gefunden haben und nunmehr wahrgenommen, beziehungsweise abgearbeitet werden müssen. Ich werde mich auch dafür einsetzen, dass der Fußgängerüberweg in der Darmstädter Straße in Höhe der Kreissparkasse, wie von mir angekündigt, umgesetzt wird.

Sie treten in die Fußstapfen Stefan Sauers, der sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut. Worauf können sich die Bürger Groß-Geraus nun unter einem Bürgermeister Erhard Walther einstellen?

Erhard Walther: Das Bild „in die Fußstapfen Stefan Sauers“ treten, ist nicht richtig. Denn meine Aufgabe sehe ich darin, selbst einen Weg zum Wohle unserer schönen Kreisstadt zu finden. Respekt und Wertschätzung für die Leistung von Stefan Sauer bestehen daneben. Für mich gilt es, selbstverständlich Erreichtes, Bewährtes beizubehalten und dieses weiterzuentwickeln. Ich habe an mich den Anspruch, ein zuhörender, freundlicher, verlässlicher, interessensgerechter, gesprächsbereiter, entscheidungsbereiter gestaltender Bürgermeister für alle Bürger, die Verwaltung und die Stadtverordneten sein.

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