Groß-Gerau hat gewählt

Von Ulf Krone.

Am 21. Januar haben die Groß-Gerauer gewählt, doch noch ist nicht entschieden, wer im Stadthaus den Chefsessel einnehmen wird. Nun muss die Stichwahl am 4. Februar entscheiden, ob Ute Wiegand-Fleischhacker (SPD) oder Erhard Walther (CDU) Bürgermeister/in in der Kreisstadt wird.

Wahlergebnis vom 21.01.2018 auf www.gross-gerau.de

Im Folgenden noch einmal die Antworten, die beide Kandidaten dem WIR-Magazin vor der Wahl auf die folgende Frage gaben:
„Sie bewerben sich in der Kreisstadt für das Spitzenamt im Rathaus. Was bewegt sie persönlich dazu, Bürgermeister/in werden zu wollen und worin sehen Sie in den nächsten sechs Jahren die wichtigste Aufgabe als Verwaltungschef/in?“

 

Ute Wiegand-Fleischhacker (SPD). Mit Menschen zu arbeiten, sich für sie einzusetzen, Verantwortung zu übernehmen und mitzugestalten bereitet mir sehr viel Freude. Aus dieser Motivation heraus habe ich mich entschlossen, für das Amt der Bürgermeisterin zu kandidieren. Für mich bedeutet Bürgermeisterin zu sein, sich für alle Bürger einzusetzen, ihnen zuzuhören und deren Anliegen ernst zu nehmen.

Groß-Gerau soll noch attraktiver für (junge) Familien und Senioren werden. Die Demografie stellt uns vor große Herausforderungen: Wir stehen im Wettbewerb mit anderen Kommunen um Arbeitsplätze, Gewerbe und junge Familien. Dies bedeutet, dass wir unsere Stadt im Dialog mit den Bürgern auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten müssen. Als Finanzwirtin ist mir bewusst, dass gesunde und solide Finanzen unverzichtbar und eine zentrale Voraussetzung für eine verantwortliche Kommunalpolitik sind. Investitionen und Veränderungen müssen mit Vernunft und Augenmaß erfolgen und im Einklang mit den finanziellen Möglichkeiten stehen.

Wir benötigen dringend bezahlbaren Wohnraum, es müssen Wohnungen gebaut werden und deswegen stehe ich für ein Bauprogramm. Wir brauchen auch moderne Wohnformen im Alter (z.B. Mehrgenerationenhäuser) und auch eine aufsuchende Betreuung. Darüber setze ich mich für eine barrierefreie Stadt ein, um allen Bürgern die Teilhabe an allen Angeboten zu ermöglichen.

Die Kinderbetreuungssituation muss deutlich verbessert werden. Dies gilt für die Betreuung der unter und über Dreijährigen und für den Übergang vom Kindergarten zur Grundschule. Das Jugendzentrum und die -clubs müssen saniert, die Angebote für die Jugendlichen deutlich ausgebaut werden. Zusätzlich gilt es, die Vereine zu unterstützen, da diese mit ihren Ehrenamtlichen einen unerlässlichen Beitrag zu unserem Gemeinwesen leisten.

Der Neubau des Hauses Raiß muss dringend erfolgen, während des Neubaus müssen die Angebote an einem anderen Ort fortgeführt werden. Die Verkehrssituation muss in den Blick genommen werden. Zum Thema Sicherheit ist ein Präventionsrat zu bilden und ein Sicherheitskonzept zu erstellen. Sauberkeit, Umwelt- und Naturschutz, die Pflege der Grünanlagen und die Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzeptes 2030 sind ebenfalls zentrale Themen.

Es ist nur ein kleiner Ausschnitt der anstehenden Aufgaben, welche für mich als Bürgermeisterin von Bedeutung sein werden. Ich sage: „Groß-Gerau kann mehr!“

Zur Person: Ute Wiegand-Fleischhacker wurde 1961 in Erdmannrode geboren, hat drei Kinder und wohnt und arbeitet als Finanzwirtin in der Kreisstadt;

info@wiegand-fleischhacker.de
www.ute-wiegand-fleischhacker.de

 

Erhard Walther (CDU). Unsere starke Kreisstadt Groß-Gerau will ich als attraktiven Standort für Industrie, Gewerbe und Handel positionieren und als lebenswerten Wohnort für alle Bewohner jeden Alters weiterentwickeln. Da ich in Groß-Gerau aufgewachsen bin, mit meiner Familie hier lebe und als Rechtsanwalt hier arbeite, kenne ich die Bedürfnisse und Probleme der Kreisstadt aus vielen Perspektiven. Diese breite Sicht und mein politisches Interesse, mich aktiv in die Entwicklung Groß-Geraus einzubringen, tragen meine Entscheidung, mich als Bürgermeister zu bewerben.

Mein Wirken soll transparent, überzeugend und bürgernah sein. Um diesem Kerngedanken Geltung zu verschaffen, stehen für mich die Bereitschaft zuzuhören und der Respekt vor anderen Meinungen im Vordergrund einer Entscheidungsfindung.

Meine Person zeichnet juristische Qualifikation, Vertrautheit mit Verwaltung, Überzeugungskraft, Team- und Kompromissfähigkeit sowie Durchsetzungswille aus. Selbstverständlich sind für mich der Respekt vor den Mitarbeitern der Verwaltung und das Vertrauen in deren Arbeit. Ich bin überzeugt, so ein erfolgreiches Wirken als Verwaltungschef und als Bürgermeister für die Kreisstadt Groß-Gerau zu gewährleisten. Primär setze ich mich ein für: geordnete Finanzen, den Neubau des Seniorenhauses Raiß, die angemessene Renovierung von Dorfgemeinschaftshaus Berkach und Mehrzweckhalle Wallerstädten, die zeitnahe Neuerrichtung des Bau- und Betriebshofs, ein Konzept für Jugendarbeit mit der Frage der Gestaltung des Jugendzentrums Anne Frank, Bereitstellung von ausreichend Kinderbetreuungsplätzen U3, Ü3 und Unterstützung der Schulkindbetreuung, die zukunftsorientierte Sicherung von Bürobedarf der Verwaltung, für die Ausweisung von Flächen für bezahlbarem Wohnraum, Erstellung eines Immobilienkonzepts für die städtischen Immobilien, die Fortführung der Unterstützung der Vereine, die Vorlage des „Stadtentwicklungskonzepts 2030“, die Ortsdurchfahrt Wallerstädten mit den Bürgern entwickeln.

Zur Person: Erhard Walther wurde 1957 in Darmstadt geboren, ist verheiratet, hat einen Sohn, arbeitet als Rechtsanwalt in der Kreisstadt und ist Vorsitzender der CDU Groß-Gerau;

erhard-walther@web.de
www.erhard-walther.de

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