Worüber die Leute reden


Treffpunkt Haus Raiss. Das Wichtigste für manche Senioren in Groß-Gerau ist womöglich, dass sie einen angenehmen, leicht begehbaren Treffpunkt haben. Das Haus Raiß soll diesbezüglich einiges zu wünschen übrig lassen, aber immerhin: Es gibt diese Begegnungsstätte. Wie es damit weitergeht, ist zum Zeitpunkt unseres Redaktionsschlusses fraglich. Im Moment liefen Vorplanungen und Gespräche der Stadt mit dem Kreisbauamt, heißt es. Dass es zu Differenzen über die Kubatur eines Neubaus gekommen sein soll, ist nur eine Fußnote wert und sollte, so meinen die Betroffenen, im eigentlichen Sinn der Angelegenheit schnellstmöglich auszuräumen sein.


Friedhof Trebur. Die Großgemeinde Trebur nimmt Menschen, die im Sterben liegen, eine letzte Sorge ab: Den Angehörigen wird es künftig leichter fallen, sich um das Grab zu kümmern. Es hat zwar eine gefühlte Ewigkeit gedauert – genaugenommen von 2016 bis jetzt –, bis eine neue Friedhofsatzung erarbeitet und beschlossen wurde, nun aber können Urnen zwischen Bäumen (anstelle einer Nische) bestattet werden. Außerdem sind sogenannte Rasengräber möglich. Dabei handelt es sich um Gräber in einer Reihe, die mit Rasen bepflanzt und von Bauhofmitarbeitern gepflegt werden. Fällt es nun leichter, für immer zu gehen?


Bismarckplatz. Mitten in Königstädten auf dem Bismarckplatz spielen Kinder. Autos müssen notgedrungen viel langsamer fahren als sonst. Mutter Julia Fritsch und weitere Besorgte haben auf diese Weise protestiert, weil das als Spielstraße ausgewiesene Nadelöhr genaugenommen nur in Schrittgeschwindigkeit zu passieren ist. Es soll ob der ungewöhnlichen, zweistündigen Demonstration wütende Autofahrer gegeben haben. Doch was soll’s, zischen die Einheimischen: „So regeln wir eben unsere Probleme – auf Kinsteerer Art“.


Bauvorhaben Europaring. Am Europaring in der Kreisstadt kann jeder beobachten, wie rasant heutzutage neue Wohnungen aus dem Boden gestampft werden. Auf einem 9.041 Quadratmeter großen Grundstück lässt die Baugenossenschaft Ried 125 Wohnungen errichten, 35 davon werden öffentlich gefördert, so dass der Mietpreis geringer als auf dem normalen Markt ausfällt. Für ihr Belegungsrecht zahlt die Stadt Groß-Gerau 525.000 Euro. Bleibt die ans WIR-Magazin gestellte Frage, ob bekannt sei, wann sich die Leute für eine Wohnung bewerben könnten? Dazu der Tipp, regelmäßig einen Blick ins Internet zu werfen. Die Ried wird unter www.bgried.de mitteilen, wann es soweit ist. Als Fertigstellungstermin wird Ende 2019, Anfang 2020 angestrebt.


Durchfahrt Dornheim. Wie bei der „Tour de France“ sehe es in Dornheim aus, ulkte ein Anlieger, dem aufgefallen war, wie eine umfangreiche Sperrung der Hauptdurchgangsstraße vorbereitet wurde – mit meterlangen Absperrgittern entlang des Asphalts. Allerdings fehlten die Sportler und jubelnde Massen. Apropos: Keineswegs jubeln können die Anwohner, denn sie mussten quasi bis kurz vor Erscheinen dieser WIR-Ausgabe lange Umleitungen, zum Teil über Leeheim, in Kauf nehmen.

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