Worüber die Leute reden (267)


Etwas vernachlässigt. Die Groß-Gerauer Schillerschule in der Jahnstraße ist ins Gerede gekommen. Nicht, weil es von der Lehranstalt irgendein Skandälchen zu vermelden gäbe. Grund sind vielmehr die geplanten Investitionen des Schulträgers in die Schillerschule „Auf Esch“, die wohl jeder den Schülern und Lehrern gönnt. Doch was passiert mit der „Filiale“ gegenüber der Stadthalle? Seit Jahren werden dort Kinder in Containern unterrichtet. Überhaupt wirkt der alte Standort vernachlässigt. Eltern hoffen auf ein Umdenken.


Neu bewirtschaftet. Hessenaue – das ist ein abgelegener Ortsteil von Trebur in der Nähe des Rheins. Sagen sich dort Hase und Igel gut’ Nacht? Mitnichten, bisweilen ist dort allerhand los, vor allem an Kerb. Für das Dorfgemeinschaftshaus ist mit Gloria Schmitt nun eine Gastronomin gefunden worden, die das dort untergebrachte Lokal „Zum Grundstein“ nach längerer Schließung bewirtet. Vereine und Ausflügler können wieder einkehren, und was auf dem Platz davor während der Hessenauer Kerb abgehen wird, wagt noch keiner vorherzusagen.


Rasch überfüllt. In der Kreisstadt blieb die neue Bücher-Box am Rand des Marktplatzes nur kurze Zeit leer, mittlerweile quillt die alte Telefonzelle über. Die Bevölkerung hat den Aufruf, dort ihre Bücher abzugeben, reichlich genutzt. Ob gleichsam viel Literatur entnommen und auch wirklich gelesen wird, lässt sich nicht überprüfen. Tatsache aber ist: Lesefreunde können sich in der Box kaum noch umdrehen, so viel Raum nimmt das gedruckte Wort schon ein. Ist das jetzt gut oder schlecht?


Reichlich Potenzial. Im Büttelborner Seibert-Haus, das rechts neben dem Historischen Rathaus zu sehen ist und der Kommune gehört, steckt Potenzial. Der Heimat- und Geschichtsverein (HGV) hat schon länger ein Auge darauf geworfen. Jetzt soll darüber verhandelt werden, ob und wie im Nachbargebäude historische Exponate dauerhaft präsentiert werden können. Ein entsprechender Beschluss der politischen Gremien gilt zunächst als Signal und bezieht sich nur aufs Gebäude, nicht auf das angrenzende Grundstück. Offen sind beispielsweise noch die Kosten einer Nutzung. Doch auf die lange Bank kann das Projekt nicht geschoben werden: Der HGV müsse eine alte Werkstatt in der Ludwigstraße, wo ortshistorische Raritäten untergebracht sind, früher oder später räumen, erzählen Heimatkundler.


Erweitertes Angebot. Königstädten ist gespannt auf einen Neubau: Am Rand des Gebietes „Blauer See“ sind die ersten Vorzeichen für den Bau eines neuen Edeka-Marktes zu erkennen. Das Areal ist frisch gemäht und neu vermessen. Ein Baubeginn sei in greifbarer Nähe, sagen die Leute, wohl ahnend, dass Marktbetreiber Ludwig Boßler dafür sorgen wird, mit seinem erweiterten Angebot (ein alter, kleiner Markt wird dann geschlossen) der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Zusätzlich sollen auch neue Kunden aus Rüsselsheim angelockt werden.

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