Sprachmelodie

Von Edelgard Rietz.

Wenn man hier aufgewachsen ist, kennt man sich mit dem speziellen hessischen Dialekt aus. Vertraut ist der Sound auch aus anderen Teilen der Republik. Spricht jemand hochdeutsch, nimmt er trotzdem die Färbung der jeweiligen Region an. So sagte ein Journalist meiner Lieblingszeitung: „Die Badener mit ihrem Sing-Sang lutschen jede Kante rund.“

Jeder von uns kann das nachvollziehen. Ob Sachse oder Bayer, ob Hamburger oder Hesse. Kein Problem. Schwieriger ist es in ganz Europa, aber auch das geht noch. Weltweit hört es bei mir und wahrscheinlich bei den meisten auf. Es gibt ja Tausende von Sprachen.

Die arabische Sprache z.B. mit den vielen Rachenlauten erklärte einer so: Das höre sich an, als ob jemand eine zu heiße Kartoffel im Mund hat und sie mit Geräuschkulisse im Mund hin und her wirft, weil er die nicht wieder ausspucken kann. Sitzen noch andere am Tisch. Jeder von uns kennt das.

Von den Iranern sagte derjenige, persisch höre sich an, als käme einer gerade aus der Narkose. Ich könnte meinen iranischen Schwager fragen. Der kennt sich mit Narkosen aus. Aber Vorsicht. Der Doktor gehört zu einem stolzen Volk, und ob Satire da gut ankommt, da hab ich Zweifel. Das könnte jemand dem Herrn Trump mal nahebringen, oder wir schicken eine Gruppe Badener ins Weiße Haus.

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