Erinnerungen und Modellprojekte

Von Michael Schleidt und Ulf Krone.

Manche Menschen gehörten so selbstverständlich zum Bild der Stadt, dass man sich kaum vorstellen kann, dass sie eines Tages fehlen. Georg Sperling, den viele als den „Kohle-Schorsch“ kannten, war ein Groß-Gerauer Original. Am 27. Juni ist er verstorben.

Generationen von Groß-Gerauern haben ihn vor Augen: mit seinem Fuhrwerk, später mit dem Traktor, unterwegs durch die Straßen der Stadt. Man wusste schon von Weitem, wer da kam. Wegen seiner früheren Kohlelieferungen wurde er auch „Kohle-Schorsch“ genannt. Für den ehemaligen Museumsleiter Jürgen Volkmann war Sperling der „allseits geschätzte Garant für eine saubere Stadt“. Der „Schorsch“ war ein emsiger und pflichtbewusster Mensch, bescheiden und ohne großes Aufheben um seine Person. Später hielt er unter anderem den Kirchplatz sauber und auch nach seiner Pensionierung blieb er aktiv und erledigte noch Botengänge. Selbst im Altenheim konnte man ihm schließlich noch mit dem Rollator in der Stadt begegnen. 2008 erhielt Georg Sperling die Goldene Ehrennadel der Kreisstadt. Für viele war er mehr als ein fleißiger Helfer: Er war ein Stück Groß-Gerau – so selbstverständlich wie der Wasserturm, die Platanen am Marktplatz oder das Geläut der Stadtkirche. Mit ihm ist auch ein Stück Kindheit verschwunden. Die Erinnerung an den „Kohle-Schorsch“ aber bleibt.

Kurz & bündig

Kreisstadt. Im Rahmen der Ferienbetreuung der Schillerschule hatten die Mitglieder des Modellflieger Clubs Groß-Gerau im Juli etwa 50 Kinder inklusive Betreuerinnen zu Gast auf dem Modellflugplatz. Bei gutem Wetter haben einige der Piloten den Kindern die verschiedensten Modellflugzeuge vorgeführt. Die Kinder hatten dabei viel Spaß, und im Anschluss bekam jedes von ihnen noch einen kleinen Wurfgleiter aus Balsaholz zum selbst zusammenbauen geschenkt.

Kreis Groß-Gerau. Die großen Ferien im Sommer nutzt der Kreis wie jedes Jahr, um an vielen Schulen Routine-, aber auch dringende Arbeiten zu erledigen. Das reicht von Renovierungen und Reparaturen über Umzüge und Umnutzungen von Räumen bis hin zu kleineren Umbauten wie etwa der Einrichtung eines Pflegebads. Angesichts wachsender Schüler- und damit Klassenzahlen und der Anforderungen des Ganztagsbetriebs sind für den Schuljahresbeginn 2026/27 zudem Containeranlagen erweitert und neu errichtet worden, etwa an der Goetheschule in der Kreisstadt. Darüber hinaus wird in der neu errichteten Worfelder Ahornschule (Foto) der Unterricht zum Schuljahresbeginn im August starten.

Kreis Groß-Gerau. Die Kreisjugendförderung ist stolz, als einer von 15 Projektträgern im hessischen Aktionsprogramm „Jugend macht Politik – Partizipation ermöglichen“ ausgewählt worden zu sein. Im Rahmen des Aktionsprogramms wird das Modellprojekt „Junges Klimabündnis im Kreis Groß-Gerau“ vom Land Hessen von Juli 2026 bis Dezember 2028 gefördert. Geplant sind verschiedene Aktionen, Workshops, Ausflüge, regelmäßige Treffen und gemeinsame Projekte, bei denen die Teilnehmenden ihre eigenen Ideen einbringen und umsetzen können. Dabei erhalten sie die Gelegenheit, sich mit ihrer Umwelt und ihrem Lebensraum, politischen Institutionen sowie gesellschaftlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen und eigene Handlungsmöglichkeiten zu entdecken.

Kreis Groß-Gerau. Beim traditionellen Frühstück in der Bistro Kantine „Zum Amt“ im Landratsamt kamen die neuen Auszubildenden und Studierenden der Kreisverwaltung mit Landrat Thomas Will ins Gespräch. Vorbereitet hatte die Veranstaltung der Fachdienst Personalentwicklung, folglich begleiteten Fachdienstleiterin Kanya Pawlewicz-Rupp, Sachgebietsleiter Aus- und Fortbildung Jan Thomas sowie Sonja Kliesing aus dem Fachdienst die Neuen zu Beginn der Einführungswoche. In der Fragerunde beim Frühstück ging es unter anderem um die persönliche Motivation, bei der Kreisverwaltung zu lernen und zu arbeiten, um den „permanenten Spagat“ zwischen Politik und Verwaltung, den der Landrat leisten muss, und um die Erwartungshaltung der Bürgerinnen.

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