Über das Wetter

Ulf Krone
ist Redakteur beim WIR-Magazin
und studierter Philosoph;
ulf.krone@wir-in-gg.de

Wir müssen über das Wetter reden – und über das Klima sowieso. Eine Hitzewelle nach der anderen rollt über das Land und über Europa hinweg. Immer mehr Menschen sterben an den Folgen der extremen Temperaturen. Laut Schätzung des Robert-Koch-Instituts sind es 2026 bereits jetzt Anfang August deutlich mehr als 10.000 Menschen und mehr als in den meisten Jahren zuvor jeweils im ganzen Jahr. Und die Hitze macht nicht bloß uns Menschen zu schaffen. Dauert sie an, wird sie zur Dürre und schädigt unsere Wälder – wie auch im Gerauer Land überall zu beobachten ist. Von den Verlusten der Landwirte, wenn die Feldfrüchte verdorren, ganz zu schweigen. Und es wird in jedem neuen Jahr nur noch schlimmer.

Wir müssen endlich zielstrebig und konsequent darauf reagieren und entsprechend handeln, anstatt unsinnige ideologisch motivierte Diskussionen darüber zu führen, ob es den Klimawandel überhaupt gibt oder ob es rentabel ist, etwas dagegen zu tun. Wir müssen unsere Heimat retten, unsere Natur. Nur dann wird es auch der Landwirtschaft gut gehen. Das wissen auch die Landfrauen in der Kreisstadt, die 2026 ihr 75-jähriges Bestehen feiern. Wir müssen dem Klimawandel effektiv entgegenwirken und uns vor allem an die neuen Umstände anpassen, denn rückgängig machen lassen sich die meisten der Entwicklungen nicht mehr.

Doch wenn wir zusammenarbeiten, können wir Erstaunliches schaffen. Das beweist etwa die Hospizstiftung, wo der Rohbau für das Hospiz in Groß-Gerau steht und bereits Richtfest gefeiert werden konnte. Es sieht gut aus, was Budget und Zeitplan anbetrifft, was wohl vor allem daran liegt, dass alle Beteiligten mit allergrößtem Engagement auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten, das jeden von uns berührt, weil es jeden von uns einmal betreffen kann.

Zusammenarbeiten, um Synergien zu nutzen, das steht hinter der geplanten Fusion der Behinderten- und Rehabilitations-Sportgemeinschaft Groß-Gerau (BSG) mit dem Sportverein Blau-Gelb Gross-Gerau Ende des Jahres, sofern die Mitglieder im September zustimmen. Gerade im Verwaltungsbereich soll das zu Entlastung führen.

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