Erdbeersaison offiziell eröffnet 

Von Christiane Binkhoff (MGH).

Mit der Krönung der neuen hessischen Erdbeerkönigin (m.) eröffnete Landwirtschaftsminister Ingmar Jung (2. v.l.) gemeinsam mit den hessischen Erdbeererzeugern die Erdbeersaison 2026. Der offizielle Saisonauftakt fand auf dem Hofladen des Betriebs Guthmann Söhne GbR in Bischofsheim statt und rückte die Bedeutung regional erzeugter Erdbeeren in den Mittelpunkt. 

Zum offiziellen Start der hessischen Erdbeersaison 2026 kamen zahlreiche Gäste nach Bischofsheim. Dort krönte Landwirtschaftsminister Ingmar Jung die hessische Erdbeerkönigin Marleen I. und eröffnete gemeinsam mit den Erzeugerinnen und Erzeugern die neue Saison. 

„Unsere hessischen Erdbeeren sind echte Frühlingsboten und stehen für die hohe Qualität unserer regional erzeugten Produkte. Wer hessische Erdbeeren kauft, stärkt bewusst die heimischen Betriebe vor Ort und entscheidet sich gleichzeitig für Frische und besten Geschmack aus der Heimat“, erklärte Landwirtschaftsminister Ingmar Jung. 

In Hessen erkennt man Regionalität unter anderem am Qualitäts- und Herkunftszeichen „Geprüfte Qualität Hessen“. Es steht für Sicherheit, Qualität und eine transparente regionale Herkunft. 

Gastgeber der diesjährigen Erdbeersaisoneröffnung war der landwirtschaftliche Betrieb Guthmann Söhne mit Sitz in Ginsheim-Gustavsburg. Der Familienbetrieb blickt auf eine über 200-jährige Geschichte in der alten Hofreite in Ginsheim zurück und wird bereits seit sechs Generationen von der Familie geführt. Die Veranstaltung fand am Betriebsstandort Tannenhof in Bischofsheim statt, wo der Betrieb auch einen Hofladen betreibt. 

Neue hessische Erdbeerkönigin gekrönt 

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Krönung der neuen hessischen Erdbeerkönigin Marleen I. Mit dem Diadem übernahm sie offiziell die Aufgabe, die hessischen Erdbeeren in der Saison 2026 zu repräsentieren. Die 21-jährige Studentin Marleen Leonhardt kommt aus Kriftel und kennt den Erdbeeranbau aus ihrer Familie. Ihr Großvater gründete einen Obstbaubetrieb, den heute ihre Onkel weiterführen.

Einblicke in die Saison 

In der anschließenden Gesprächsrunde ordneten Vertreter der Branche den Start der Erdbeersaison ein. Andreas Klein vom Hessischen Landesverband für Erwerbsobstbau erläuterte die Startbedingungen für die hessischen Erdbeeren: „Der kalte Winter hat den Erdbeerpflanzen die nötige Ruhe gegeben. Als es Anfang März wärmer wurde, sind sie schnell gewachsen. Wegen der auftretenden Fröste mussten wir die Felder nachts mit Vlies schützen und tagsüber wieder lüften – das war viel zusätzliche Arbeit.“ Reiner Paul, der bei der Saisoneröffnung für den Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer und für die Vereinigung der Hessischen Direktvermarkter e.V. spricht, betonte: „In jeder hessischen Erdbeere steckt mehr als nur Geschmack. Da steckt auch sehr viel Arbeit drin. Es freut uns, wenn die Menschen das sehen – und sich bewusst für unsere Erdbeeren entscheiden.“ 

Erdbeeren aus Hessen: Zahlen und Fakten 

Im Jahr 2025 bauten 143 Betriebe in Hessen auf insgesamt 960 Hektar Erdbeeren an. Knapp 20 Prozent der Fläche entfielen auf den geschützten Tunnelanbau (187 Hektar). Dabei wachsen die Pflanzen unter Folienüberdachungen, die sie vor Frost- und Hagelschäden schützen, die Ernte weniger wetterabhängig machen und Erdbeeren früher und gleichmäßiger reifen lassen. Der geschützte Anbau verbessert zudem den Pflanzenschutz: Da Blätter und Früchte trockener bleiben, treten Pilzkrankheiten seltener auf, wodurch weniger Fungizide nötig sind. In den Tunneln lassen sich außerdem gezielt Nützlinge einsetzen, etwa Hummeln zur Bestäubung oder Insekten für den biologischen Pflanzenschutz. Die Erntemenge pro Hektar liegt dort deutlich höher. Insgesamt wurden knapp 7.770 Tonnen Erdbeeren geerntet, davon 4.686 Tonnen im Freiland und 3.082 Tonnen im geschützten Anbau. 

Ausrichter der hessischen Erdbeersaisoneröffnung sind der Hessische Landesverband für Erwerbsobstbau e.V. (HLEO) und der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer e. V. (VSSE). Gemeinsam mit der MGH Gutes aus Hessen und der Vereinigung der Hessischen Direktvermarkter (VHD) machen beide Verbände den Verbraucherinnen und Verbrauchern regionale Erdbeeren aus Hessen schmackhaft.

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