Worüber die Leute reden (332)

Eine runde Sache soll künftig der Dornheimer Bahnhof werden, der laut Beschluss der Stadtverordnetenversammlung in Groß-Gerauer Besitz übergeht und sich bislang noch in Privathand befindet. Die Kreisstadt investiert 1,37 Millionen Euro, wobei in dieser Summe die Anlage neuer Parkflächen auf einer Schotterfläche südlich des Bahnhofs eingeschlossen sind. Auf rund 830 Quadratmeter sollen 26 neue Stellplätze als Park-and-Ride-Anlage entstehen und die Leute anregen, mehr den ÖPNV zu nutzen. Dass die bereits begonnene Neugestaltung des Bereichs vor der Empfangshalle sogar zum längeren Verweilen einlädt, wäre denkbar. Es wäre ein Option, wenn die Bahn nicht pünktlich kommt, aber das kommt ja nie vor, oder?

Ende des Jahres sollen laut neuester Prognose Verkehrsteilnehmer wieder freie Fahrt haben und die Dauerbaustelle auf dem Südring Geschichte sein. Schon vor wenigen Tagen (bei Redaktionsschluss) zeichnete sich eine neue Verkehrsführung an der Nahstelle ab, die seit rund 18 Monaten für einen extrem gebremsten Verkehrsfluss und Staus geführt hat. Die Insolvenz einer Dreieicher Straßenbaufirma hatte der rechtzeitigen Fertigstellung einen Strich durch die Rechnung gemacht. Anfang August wurde nun der Kreuzungsbereich wieder freigegeben, so dass Landratsamt, Polizei und Kreisklinik ohne Umwege erreichbar sind. Weiter gearbeitet wird auf der gegenüberliegenden Seite. Es müssen dort unter anderem noch die Fahrbahn, Leitungen und Kanal erneuert sowie Erdgasrohre ertüchtigt werden. Gute Nachricht für Radfahrer: Für sie soll alles sicherer werden.

Die Zukunft des Areals des Autohauses Kunzmann an der Frankfurter Straße steht fest: Es bleiben Gewerbeflächen, und diese werden schon auf dem Immobilienmarkt angeboten. Welche Folgen die Standortentwicklung haben wird, scheint allerdings unklar. Was passiert beispielsweise mit einem Ponyhof? Oder mit der Mieterin eines Wohnhauses, die schon ihre Kündigung bekommen haben soll? Die Freien Wähler fordern schleunigst eine Bürgerversammlung und mehr Aufklärung, bevor Spekulationen überhandnehmen. Von städtischer Stelle war zu vernehmen, durch den Verkauf seien alte Planungen Makulatur. Nun sei der neue Eigentümer am Zug.

Zur Unterstützung von Menschen ohne Smartphone oder wenn der Akku ihres Handys leer ist, aber dummerweise trotzdem was passiert, hat die Kreisstadt Notruftelefone in allen öffentlichen Toilettenanlagen installiert – zum Beispiel im WC auf dem Berkacher Friedhof. Angeschafft wurden zwölf Geräte mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Mit im Boot ist die Björn Steiger Stiftung, die bundesweit das Motto verfolgt: „Wir helfen Leben retten“. Die Notfall-Apparate sollen nicht bei technischen Defekten genutzt werden. Sie sind für „echte Notrufe bei Notlagen“ vorgesehen und lösen einen Einsatz von Rettungsdiensten oder der Freiwilligen Feuerwehr aus.

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