Unternehmerfrühstück

Von Mirko Stepan.

Das erfolgreiche Netzwerktreffen „Unternehmerfrühstück“ ist nach rund drei Jahren pandemiebedingter Zwangspause wieder in den Räumlichkeiten der Groß-Gerau Volksbank Am Sandböhl zurück. 

„Im Sommer 2020 hatten wir einen Online-Termin durchgeführt. Jedoch lebt das Netzwerktreffen vom direkten und persönlichen Austausch“ so die Organisatoren der Wirtschaftsförderung Groß-Gerau und der Volksbank Südhessen-Darmstadt. Das letztmalige Präsenztreffen war im November 2019 bei Procter & Gamble und wurde mit einer anschließenden Werksbesichtigung verbunden. 

Am Freitagmorgen wartete auf die rund 50 Gäste ein spannendes und informatives Programm mit jeweils zwei Unternehmenspräsentationen und Fachvorträgen. Den Auftakt machte das noch junge Start-Up „MS Videoproduktion“ aus Wallerstädten. Geschäftsführer Marcel Schöpe zeigte anhand von verschiedenen Image- und Produktvideos eindrucksvoll die Strahlkraft von Videos – getreu dem Motto: „Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte, aber ein Video sagt mehr als 1.000 Bilder“. Bei der Nacht der Sinne hat Marcel Schöpe und sein Team ein kleines Eventvideo gedreht, das auf der städtischen Facebookseite und auf Youtube zu finden ist. 

Armin Domesle, Teamleitung Beratung beim RKW Hessen, stellte die verschiedenen Beratungsdienstleistungen des in Kelsterbach beheimateten Unternehmens vor. Dabei lag der Fokus auf dem Beratungsprogramm im Bereich Energie. Dieses richtet sich speziell an kleine und mittelständische Unternehmen. Die Impulsberatung zur Energieeffizienz ist kostenlos. 

Mit seinem Vortrag über klimaresiliente Gewerbegebiete zeigte Roman Theuerjahr aus der Stadtplanung und Bauverwaltung der Kreisstadt eindrücklich, wie weit der Klimawandel schon fortgeschritten ist. Ohne ein bewusstes und gezieltes Gegensteuern sind die klimatischen Veränderungen und finanziellen Schäden immens. Dabei appelliert er an eine erhöhte Resilienz, nachhaltiges Handeln und frühzeitiges Risikomanagement. In einem vielseitigen Maßnahmenkatalog mit verschiedenen Begrünungsformen, alternativen Energieträgern, Abwassersystemen und Mobilitätsanpassungen kann ein wichtiger Beitrag zur Entschleunigung der klimatischen Veränderungen geleistet werden. Diese umfangreichen Maßnahmen sollen auch bei der zukünftigen Entwicklung von Gewerbegebieten, wie in Groß-Gerau „Am Hermannsberg West“, Anwendung finden.

Der abschließende Vortrag von Herrn Karsten Eisenhauer, R + V Versicherung, rückte die Cyberkriminalität in den Fokus. Wie bereits kürzlich bei der IHK Darmstadt Rhein Main Neckar gesehen, kann ein solcher Angriff ein gesamtes Unternehmen über mehrere Wochen sehr stark einschränken oder gar lahmlegen. Selbst Kleinstunternehmen rät der Fachmann zu einer bewussten Absicherung, da die Folgen eines solchen Angriffs zu finanziellen Forderungen und einem existenzbedrohenden Datenverlust führen können. 

Bürgermeister Erhard Walther und Matthias Mattiné, Vorstandsmitglied und Präsident der IHK Darmstadt Rhein Main Neckar, stellten in Ihren einleitenden Ansprachen dar, wie sehr die Unternehmen seit Corona und nicht zuletzt durch den Ukraine-Krieg mit der daraus resultierenden Energiekrise und der hohen Inflation vor großen Herausforderungen stehen und die allgegenwertige Klimakrise und die Angst vor Cyberkriminalität weitere zu bewältigende Aufgaben bereithalten. Doch beide Vertreter heben gleichzeitig die Stärke und Bedeutung der hier ortsansässigen Unternehmen mit ihren gut ausgebildeten Fachkräften hervor, um die anhaltenden Krisen zu überwinden.

Mirko Stepan
ist Pressesprecher der Kreisstadt Groß-Gerau;
mirko.stepan@gross-gerau.de

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