Worüber die Leute reden (341)

Von Rainer Beutel.

Einige Steine liegen dem Plan noch im Weg, schwach radioaktiven Bauschutt aus dem Abriss des Kernkraftwerks Biblis auf der Deponie bei Büttelborn zu lagern, auch wenn das Landgericht Darmstadt nach Eilanträgen der RWE Nuclear GmbH und des Zweckverbands Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße der Lagerung dafür (juristisch) die Türen geöffnet hat. Indes: Die Hoffnung von Bürgern, die sich wegen der voraussichtlich 3200 Tonnen verständlicherweise Sorgen machen, stirbt zuletzt. Denn noch steht das Hauptsacheverfahren aus. Die Südhessische Abfall Verwertungs GmbH und die Riedwerke als Deponieeigentümer wehren sich weiter gegen die Deponierung.

Im Rußloch, „Bei der Herrnwiese“ und „Bei der Leinenkaute“ – so heißen seit Menschengedenken Gemarkungsteile östlich von Trebur. Als künftiges Gewerbegebiet „Am Bessheimer Weg“ dürfte die Gewann „Rußloch“ bald besser bekannt sein. Nach ökologischer Bestandsaufnahme und einem Verkehrsgutachten hat inzwischen eine Baugrunduntersuchung begonnen. Außerdem wird über den ökologischen Ausgleich beraten. Demnächst steht der Geländeerwerb von den Alt-Eigentümern an – angeblich für rund 20 Euro pro Quadratmeter. Nächstes Jahr soll alles vermarktet sein, heißt es bei der Gemeinde.

So endlos lang wie auf dem Südring sollen die Verzögerungen bei der Umgestaltung der Frankfurter Straße mitten in der Kreisstadt nicht dauern. Etwa drei Wochen mehr Zeit als geplant würden für die Arbeiten benötigt, teilt die Stadtverwaltung mit. Neues Zieldatum für das Bauende ist der 7. Juni. Der südliche Teil der Darmstädter Straße war bereits Anfang Mai fertig, so dass zumindest einige Geschäfte wieder besser zugänglich sind.

Das Fehlverhalten von Falschparkern und Rasern führt in Nauheim zu Debatten. In ganz Nauheim? Nein, eher nicht. Vielmehr führt ein Anlieger der Sandbergstraße derzeit einen einsamen Kampf gegen zahlreiche Vergehen vor seiner Haustür und auf der angrenzenden Königstädter Straße. Im vorigen Jahr, sagt er, habe er über 360 Anzeigen gestellt. Doch das gemeindliche Ordnungsamt und der Kreis hätten „so gut wie nichts unternommen“. Zu erkennen sei das an Wiederholungstätern, deren fortwährend illegales Parken offenkundig geduldet werde, behauptet der Mann, der nun auf eine Lösung nach der Neubildung einer Verkehrskommission hofft.

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