Ein schwieriges Jahr
Wieder neigt sich ein Jahr dem Ende entgegen, die Adventzeit hat begonnen, und das Weihnachtsfest steht vor der Tür. Den Blick zurück sollte man sich aber besser sparen, war 2025 doch international geprägt von zahlreichen Kriegen sowie der Abkehr der USA von internationalen Bündnissen und Regeln und national vom Schlingerkurs der Regierung Merz, was dem Erstarken der Rechtsradikalen weiter Vorschub leistet. Im Kreis leiden die Gemeinden wie überall in Deutschland unter stetig wachsenden Aufgaben bei gleichzeitiger massiver Unterfinanzierung.
Doch bei allen Problemen und berechtigten Sorgen sollte man den Kopf nicht in den Sand stecken. Denn überall gibt es Menschen, die sich für die Gesellschaft engagieren, die sich gegenseitig unterstützen, durch ehrenamtliche Arbeit die von der Politik verursachten Lücken und Missstände beseitigen helfen und Hass und Hetze entgegentreten. So wie Walter Ullrich, Pfarrer im Ruhestand, der sich seit Jahrzehnten als Vorsitzender des Fördervereins Jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau um den Erhalt der Synagoge in Erfelden sowie die Bewahrung der jüdischen Geschichte in der Region und die Weitergabe dieser Geschichte kümmert. Auch der Treburer Historiker Constantin Mussel befasst sich mit der lokalen und regionalen Geschichte und berichtet in dieser Ausgabe von der Bedeutung des Flurkreuzes auf dem Kreuzdamm in der Gemarkung von Trebur-Astheim.
Was mit guten Ideen und etwas Engagement alles möglich ist, zeigt sich beim Erfolgsmodell GG-Scheck, den es bereits seit 15 Jahren gibt und der sich weiterhin großer Beliebtheit erfreut. Und neben ehrenamtlichem Engagement zeigen auch die große Unterstützung und die enorme Spendenbereitschaft für die Hospizstiftung, dass die zerstörerischen Kräfte noch längst nicht die Oberhand in unserer Gesellschaft gewonnen haben.
Im Namen des WIR-Teams wünsche ich Ihnen eine besinnliche Adventzeit, ein frohes Fest und einen guten Start ins neue Jahr 2026!






