Gesundheitsstandort Hessen

Von Ines Claus.

Der Gesundheitssektor ist für Hessen überaus bedeutsam. Mit den zahlreichen Stakeholdern vor allem im industriellen Bereich ist Hessen der erfolgreichste und umsatzstärkste Gesundheits- und Pharmastandort in Deutschland.

Diesen Status haben wir der zielgerichteten Investitionspolitik unserer Unternehmen, aber auch den zukunftsgerichteten Entscheidungen der letzten Jahre unter Führung der CDU zu verdanken. Beispiele dafür sind das LOEWE-Forschungsförderprogramm, mit dem wir auch den Pharmabereich seit vielen Jahren gezielt fördern, oder das House of Pharma, das sich als wichtige Austauschplattform für Pharma- und Biotechnologieunternehmen, Universitäten und Fachhochschulen etabliert hat. Unser klar formulierter Anspruch ist es, den Pharma- und Gesundheitsstandort Hessen auch in den nächsten Jahren kontinuierlich zu stärken und als einen der führenden Standorte der Welt zu etablieren.

Das Thema Gesundheit ist deshalb auch ein wichtiger Schwerpunkt im Doppelhaushalt der nächsten beiden Jahre. Dort erhöhen wir beispielsweise die Krankenhauspauschalen um weitere 170 Mio. Euro, legen ein Sonderinvestitionsprogramm von 80 Mio. Euro auf und führen das in Deutschland einzigartige Darlehensprogramm für Krankenhäuser in Höhe von 140 Mio. Euro fort. Insgesamt steht damit rund 1 Mrd. Euro für die Krankenhausfinanzierung bereit. Neben der Stärkung der stationären Betreuung in den Krankenhäusern behalten wir gleichzeitig auch die wohnortnahe medizinische Versorgung weiter fest im Blick. Um sie zu stärken, machen wir das Medizinstudium in Hessen noch attraktiver, indem wir 185 zusätzliche Vollstudienplätze in Marburg und Fulda schaffen. Hinzu kommt unsere Landarztquote, die seit diesem Wintersemester greift und mit der wir den Arztberuf gerade in ländlich geprägten Regionen attraktiver machen wollen. Mit diesen und anderen Maßnahmen leisten wir wichtige Beiträge zur Sicherung der ärztlichen Versorgung im ganzen Land. Eine der größten sozialpolitischen Herausforderungen ist und bleibt allerdings die Pflege. Wir als CDU-Fraktion sehen sie als Zukunftsthema von hoher Priorität. Auch wenn wir hier in Hessen auf diesem Feld bereits viel getan und erreicht haben, liegt noch eine Menge Arbeit vor uns. Daher haben wir gemeinsam mit unserem Ministerpräsidenten entschieden, eine Pflegeoffensive zu starten, die vor allem die pflegenden Angehörige entlasten soll. Nur durch ihre oft aufopfernde Arbeit ist es möglich, dem Wunsch der meisten Pflegebedürftigen zu entsprechen, zu Hause betreut zu werden. Ein erster Schritt hierzu war die Änderungen der Pflegeunterstützungsverordnung, durch die nun der monatliche Entlastungsbetrag von 125 Euro leichter abgerufen und auch für Nachbarschaftshilfe eingesetzt werden kann. Ein Weiterer ist der Ausbau der Pflegeinfrastruktur. Hier werden wir ab 2023 jährlich 5 Mio. Euro für die investive Förderung von neuen Kurzzeit- sowie Tagespflegeeinrichtungen und für ambulante Wohngruppen bereitstellen. All das und viele weitere Bausteine werden dazu beitragen, unser Land beim Thema Gesundheit und Pflege weiter zukunftsfest aufzustellen.

Ines Claus
ist direkt gewählte CDU-Abgeordnete im Hessischen Landtag; i.claus@ltg.hessen.de

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